Ferienmodus aktivieren: So heizt du schlau, wenn du weg bist

Verreist du bald in den Urlaub? Dann willst du sicherstellen, dass dein Zuhause nicht unnötig Energie verbraucht, während du die Sonne genießt oder in den Bergen wanderst. Gleichzeitig soll es bei deiner Rückkehr nicht eisig kalt sein. Genau hier kommt der Ferienmodus für deine Heizung ins Spiel – clever gesteuert spart er Geld, ohne den Komfort zu gefährden.

Was bedeutet „Ferienmodus“ eigentlich?

Der Begriff klingt vielleicht technisch, ist aber ganz einfach zu verstehen: Der Ferienmodus ist eine Funktion moderner Heizsysteme, die den Energieverbrauch während deiner Abwesenheit deutlich reduziert. Dabei wird die Heizung nicht komplett abgeschaltet, sondern auf ein niedriges, konstantes Temperaturniveau gehalten.

Das schützt dein Zuhause vor dem Auskühlen, vermeidet Schimmelbildung und spart gleichzeitig Heizkosten.

Wann lohnt sich der Ferienmodus?

Grundsätzlich immer, wenn du für mehr als zwei Tage nicht zu Hause bist. Ob Städtetrip am Wochenende oder zweiwöchige Wintersonne – jeder längere Aufenthalt außerhalb lohnt sich aus energetischer Sicht. Je länger du weg bist, desto größer das Einsparpotenzial.

So aktivierst du den Ferienmodus richtig

Je nach Heizsystem ist der Weg zum Ferienmodus unterschiedlich. Hier sind die gängigen Varianten:

1. Smarte Heizungen mit App-Steuerung

  • Öffne die App deines Heizsystems (z. B. tado°, Viessmann, Bosch oder Homematic IP)
  • Suche nach dem Menüpunkt „Abwesenheit“, „Ferien“, „Urlaubsmodus“ oder „Eco“
  • Gib den genauen Zeitraum deiner Reise und ggf. die gewünschte Temperatur ein (ideal: 12–16 Grad Celsius)
Lesetipp:  Sie drehte die Duschbrause nur um 15° – und sparte 40 % Wasser

2. Manuell einstellbare Heizkörperthermostate

  • Stelle die Regler auf das Schneeflocken-Symbol (Frostschutz) oder Stufe 1–2
  • Nutze Zeitschaltuhren oder Thermostatkopfe mit Urlaubsprogramm (wenn vorhanden)

3. Zentralheizung mit Raumthermostat

  • Drehe die Zieltemperatur im Raumthermostat auf etwa 14–15 Grad
  • Schalte die Heizzeiten komplett aus oder reduziere sie stark

Kleiner Aufwand, große Wirkung: Deine Ersparnis

Wusstest du, dass eine Absenkung der Temperatur um nur ein Grad circa 6 % Heizkosten spart? Wenn du während deiner Abwesenheit z. B. von 21 auf 14 Grad runterregelst, kannst du über längere Zeiträume richtig viel Geld sparen – je nach Hausgröße sind bis zu 30 % Ersparnis drin.

Doch noch wichtiger: Du schützt deine Immobilie vor Frostschäden, gerade in kalten Regionen oder alten Gebäuden.

Vorsicht: Diese Fehler solltest du vermeiden

Viele lassen ihre Heizung komplett aus – ein vermeintlich smarter Trick, der jedoch teuer enden kann:

  • Leitungen können einfrieren, besonders in wenig beheizten Räumen wie Keller oder Gäste-WC
  • Feuchtigkeit kann sich festsetzen – Schimmelbildung inklusive
  • Die Wiederaufwärmphase dauert sehr lange und verbraucht dann nochmal extra Energie

Stattdessen: Immer auf niedrigem Niveau durchlaufen lassen. So bleibt alles im grünen Bereich.

Zusätzliche Tipps für ein warmes, sparsames Zuhause

  • Fenster und Türen gut abdichten vor der Abreise
  • Rollos oder Vorhänge schließen – hält Wärme innen
  • Wasserleitungen entlüften bei längerer Abwesenheit im Winter
  • Smarte Thermostate mit Fensterkontakt installieren – schalten automatisch runter, wenn gelüftet wird

Fazit: Smarte Planung zahlt sich aus

Der Ferienmodus ist eine einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme, um Heizkosten zu senken und Schäden zu vermeiden. Einmal richtig eingestellt, kannst du ganz entspannt die Koffer packen – mit dem guten Gefühl, dass zu Hause alles im Lot ist.

Lesetipp:  Diese Tricks helfen gegen Zugluft

Ob mit App, manuell oder klassischem Thermostat: Wer beim Verreisen an seine Heizung denkt, heizt nicht nur schlauer, sondern lebt auch nachhaltiger. Also – Ferienmodus an und ab durch die Mitte!

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