Stromfresser beim Heizen: Diese Geräte kosten dich heimlich Geld

Sinkt draußen die Temperatur, steigt drinnen schnell der Stromverbrauch – oft unbemerkt. Viele Geräte tragen dazu bei, dass deine Stromrechnung im Winter plötzlich deutlich höher ausfällt. Und das, ohne dass du aktiv mehr verbrauchst. Die heimlichen Stromfresser beim Heizen verstecken sich oft im Alltag. Doch wenn du sie kennst, kannst du gezielt handeln und bares Geld sparen.

Warum Heizen mehr Stromkosten verursacht als du denkst

Beim Heizen denken die meisten sofort an Öl, Gas oder Fernwärme. Doch Strom spielt auch eine große Rolle – direkt oder indirekt. Denn viele elektrische Geräte unterstützen das Heizen oder laufen stärker, wenn es draußen kalt ist. Manchmal merkst du nicht einmal, dass sie mehr Energie ziehen.

Besonders tückisch: Einige dieser Geräte laufen stundenlang oder sogar rund um die Uhr. Und das summiert sich. Schon ein paar davon können deine Stromkosten um mehrere hundert Euro im Jahr steigern.

Die größten Stromfresser im Winter – und wie du sie erkennst

Hier kommt die überraschende Wahrheit: Nicht nur Heizlüfter oder Radiatoren sind problematisch. Auch völlig unscheinbare Haushaltsgeräte zählen zu den versteckten Stromfressern. Wir zeigen dir die größten Risiken – und wie du sie in den Griff bekommst.

1. Elektrische Heizlüfter

Sie wirken harmlos, sind aber wahre Energiefresser. Ein typischer Heizlüfter mit 2.000 Watt verbraucht in einer Stunde etwa 2 kWh.

  • 1 Stunde am Tag = ca. 60 kWh im Monat
  • Stromkosten: Bei 0,40 €/kWh ca. 24 € im Monat
Lesetipp:  Luftfeuchtigkeit im Blick: Hygrometer richtig nutzen und interpretieren

Besser: Nutze Heizlüfter nur punktuell für kurze Zeit. Dauerbetrieb ist teuer und ineffizient.

2. Durchlauferhitzer und Boiler

Viele Badezimmer werden mit Strom beheiztem Warmwasser versorgt, etwa über einen Durchlauferhitzer. Auch kleine Untertischboiler in der Küche gehören dazu.

  • Leistung: bis zu 24 kW beim Duschen
  • Duschen 10 Minuten täglich kann 6–8 kWh/Tag bedeuten
  • Stromkosten: bis zu 80–100 € im Monat allein fürs Duschen

Tipp: Stelle die Temperatur am Gerät auf maximal 60 °C und benutze beim Duschen einen Sparduschkopf.

3. Elektrische Fußbodenheizungen

Wird oft vergessen, weil sie unsichtbar ist. Doch sie läuft oft stundenlang – besonders in Bad und Küche.

  • Verbrauch: ca. 150 Watt pro Quadratmeter
  • 10 m² Bad = 1.500 Watt = 1,5 kWh pro Stunde
  • 8 Stunden täglich = 12 kWh = 144 € im Monat

Besser: Nutze Timer und Thermostate gezielt. Stelle die Betriebszeit auf das tatsächliche Nutzungsverhalten ein.

4. Wärmepumpentrockner – im Winter öfter im Einsatz

Auch der Trockner läuft im Winter häufiger, wenn die Wäsche nicht draußen trocknen kann. Obwohl moderne Geräte effizienter sind, bleibt der Verbrauch nicht zu unterschätzen:

  • Durchschnittsverbrauch: 1,5–2 kWh pro Ladung
  • 3 Ladungen pro Woche = 18–24 kWh im Monat
  • Stromkosten: ca. 7–10 € im Monat

Lösung: Nutze ihn nur, wenn es wirklich nötig ist. Alternativ: Raumluftentfeuchter + Wäscheständer in einem gut belüfteten Raum.

5. Aquarien- oder Terrarienheizungen

Exotische Haustiere oder Fische mögen’s warm – und das rund um die Uhr. Dabei entstehen versteckte Dauerlasten im Stromnetz.

  • Heizstab: 100–300 Watt, oft 24 Stunden an
  • Verbrauch: 2–4 kWh/Tag = 60–120 kWh im Monat
  • Stromkosten: bis zu 48 € im Monat

Optimierung: Gute Isolierung und Nachtabschaltung (wenn für die Tiere möglich) helfen stark beim Sparen.

Lesetipp:  Er klebte einen Post-it an die Heizung – der Effekt überraschte sogar den Vermieter

So erkennst du Stromfresser in deinem Zuhause

Die beste Waffe gegen versteckte Kosten: Ein Strommessgerät. Damit misst du exakt, wie viel einzelne Geräte verbrauchen – auch im Ruhe- oder Standby-Modus.

Viele Stromanbieter verleihen solche Geräte kostenlos. Alternativ gibt es sie für rund 15–25 € im Handel.

5 Spartipps gegen hohe Stromkosten beim Heizen

  • 1. Nur Räume heizen, die genutzt werden – Türen schließen, gezielt wärmen
  • 2. Wärmestau vermeiden – keine Heizkörper mit Möbeln oder Vorhängen blockieren
  • 3. Stoßlüften statt dauerhaft kippen – spart Energie und verhindert Schimmel
  • 4. Thermostatventile richtig einstellen – nur so heizt die Anlage effizient
  • 5. Heizquellen richtig kombinieren – z. B. Wärmflasche oder Decke statt Heizlüfter

Fazit: Genau hinschauen lohnt sich

Viele Geräte heizen mit – auch wenn sie nicht als Heizung erkennbar sind. Wenn du die größten Stromfresser beim Heizen kennst, kannst du gezielt gegensteuern. Das spart nicht nur Geld, sondern auch kostbare Energie. Ein kleiner Aufwand – aber mit großer Wirkung in der kalten Jahreszeit.

4/5 - (13 votes)
Top11
Top11

Lorem Ipsum is simply dummy text of the printing and typesetting industry. Lorem Ipsum has been the industry's standard dummy text ever since the 1500s, wn an unknown printer took a galley of type and scrambled it to make a type specimen book. It has survived not only five centuries, but also the leap into electronic typesetting, remaining essentially unchanged. It was popularised in the 1960s with the release of Letraset sheets containing Lorem Ipsum passages, and more recently with desktop publishing software like Aldus PageMaker including versions of Lorem Ipsum.