Ein guter Fond ist das Herz vieler Gerichte. Er bringt Geschmack, Tiefe und Wärme auf den Teller. Doch wusstest du, dass du dafür keine teuren Zutaten brauchst? Vieles, was sonst im Müll landet, eignet sich hervorragend für einen selbstgemachten Fond. Hier zeigen wir dir, wie du aus Küchenresten ganz einfach einen aromatischen Fond zauberst – nachhaltig, günstig und voller Geschmack.
Was ist ein Fond – und warum ist er so wichtig?
Ein Fond ist im Grunde eine kräftige Brühe, die durch langes Kochen von Zutaten wie Gemüse, Knochen oder Fleisch entsteht. Er bildet die Basis für viele Suppen, Saucen und Eintöpfe.
Im Gegensatz zu Brühe ist ein Fond meist intensiver, gelierter und vollmundiger. Er verdankt sein Aroma der langen Kochzeit und den Zutaten, die sorgfältig ausgewählt oder – besser gesagt – clever gesammelt werden können.
Welche Reste eignen sich für den perfekten Fond?
Du musst nicht extra einkaufen gehen. Schau einfach in deinen Kühlschrank oder Gemüsekorb. Folgende Reste eignen sich besonders gut:
- Gemüseschalen und -abschnitte: Karottenschalen, Zwiebelschalen, Sellerie-Enden, Porree-Grün, Pilzstiele, Tomatenanschnitte
- Kräuterstängel: Petersilie, Thymian, Rosmarin, Koriander – am besten, bevor sie welk werden
- Geflügel- oder Fleischknochen: Übriggebliebene Hähnchenkarkassen, Rindsknochen oder Reste vom Sonntagsbraten
- Fischgräten und -köpfe: Ideal für einen Fischfond – aber nur ganz frisch verwenden!
Wichtig: Meide Gemüsereste wie Kartoffelschalen, Kohlsorten (z.B. Brokkoli, Blumenkohl), Bohnen und Zucchini – sie können bitter oder schleimig werden.
So stellst du den Fond Schritt für Schritt her
Hier kommt das Grundrezept für einen einfachen Gemüsefond. Für Fleisch- oder Fischfonds gelten dieselben Schritte, nur mit angepassten Zutaten.
- 1. Sammle etwa 1,5 Liter Gemüsereste in einem Behälter im Kühlschrank oder direkt im Gefrierfach. Am besten in kleinen Portionen einfrieren, bis du genug hast.
- 2. Gib die Reste in einen großen Topf und fülle mit etwa 2 Litern kaltem Wasser auf.
- 3. Optional: Röste die Zutaten vorher kurz in etwas Öl an – das bringt mehr Tiefe ins Aroma.
- 4. Füge 1–2 Lorbeerblätter, ein paar Pfefferkörner und eine Prise Salz hinzu.
- 5. Lass alles langsam zum Kochen bringen, dann bei kleiner Hitze 90 Minuten köcheln.
- 6. Seihe den Fond durch ein feines Sieb ab. Zum Schluss kannst du den Fond abschmecken oder gleich in Gläser oder Portionsdosen abfüllen.
So lagerst du deinen Fond richtig
Ob auf Vorrat oder frisch verwendet – Fond ist vielseitig einsetzbar. Damit nichts verloren geht, beachte folgende Tipps:
- Im Kühlschrank: In saubere Gläser mit Schraubverschluss abfüllen, hält bis zu 5 Tage.
- Im Tiefkühlfach: In kleine Portionen einfrieren – z. B. in Eiswürfelformen oder Silikonbehältern. So hält dein Fond bis zu 6 Monate.
Tipp: Beschrifte deine Behälter mit Datum und Sorte. So behältst du den Überblick und verhinderst unnötigen Abfall.
Ein Fond – viele Einsatzmöglichkeiten
Sobald du deinen Fond auf Vorrat hast, eröffnen sich viele Möglichkeiten. Hier ein paar Ideen:
- Suppen: Klare Brühe, Cremesuppe, Minestrone – die Basis steht schon bereit
- Saucen: Statt Wasser oder Brühe für mehr Tiefe
- Risotto und Eintöpfe: Fond bringt Aroma ans Reis- oder Linsenkochwasser
- Gemüse dünsten: Statt Öl oder Wasser einfach etwas Fond verwenden
Du siehst: Ein guter Fond ist mehr als nur Resteverwertung. Er ist eine geschmackvolle, nachhaltige Lösung, die sich im Alltag schnell bezahlt macht.
Fazit: Guter Geschmack beginnt bei den Resten
Ein Fond lässt sich ganz einfach aus dem machen, was du sowieso zu Hause hast. Ganz nebenbei sparst du Geld, vermeidest Müll und bringst mehr Geschmack in deine Küche. Probiere es einfach aus – du wirst überrascht sein, wie gut dein selbstgemachter Fond schmeckt!




